O Samichlaus, du guete Maa

O Samichlaus, du guete Maa,

i weiss nüd, öb der’s säge cha-

es truckt mi nämli tüüf im Härz

so öppis wie-n-en liise Schmärz.

Chumm, buck di zue-mer, bis so guet,

dänn säg der, was mi plage tuet!

 

s isch leider wieder Chrieg u Not,

i mängem Huus fählt’s täglich Brot,

und vieli Chind, i mängem Land

händ weder Mueter, Bett, no Gwand,

de Tod isch der einzig Gascht –

weisch, Samichlaus, drum briegg i fascht.

 

Bim Bätte han-i geschter dänkt:

Mir alli wärdet riich beschänkt,

mir händ’s im schwizerländli rächt

Und’s goht is allgemein nüd schlächt,

händ Bett und Brot und Gritibänze,

und eusi Auge törfed glänze.

 

O Samichlaus, min liebe Gascht,

i gseh, du brieggisch sälber fascht –

i ha di doch nur welle bitte:

Legg eis vo mine Gschänk uf d’Siite,

und bring’s doch eim vo dene Chind,

wo ohni Brot und Heimet sind!

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S Christchindli und de Samichlaus

Es dunklet scho im Tannewald

Und schneielet ganz lisli.

Was ist das für es liechtli det

I säbem chline Hüsli?-

Da ist der Samichlaus deheim

Mit sine guete Sache!

Er hät scho s Lämpeli azündt

Und tuet grad s Kafi mache.

 

Da pöpperlets am Lädeli,

und s Glöggli ghört er lüte!

Jetzt weiss er scho, wer dussen ist

Und was das sell bedüte:

sChristchindli chunt na zabig spat,

Es wirt en welle stupfe,

Er mües de Sack bald füreneh

Und sini Finke lupfe!

 

sChristchindli seit: „Herr Samichlaus,

E schöni ornig händ er!

De Christtag staht ja vor der Tür-

Händ Ihr dänn kei Kaländer?

S brucht Wiehnachtsbäum i jedes Hus,

Für vili hundert Chinde-

Ihr müends im Wald na haue hüt,

De Vollmond sell Eu zünde!“

 

De Samichlaus stellt d Tasse ab:

„Nu nid so gsprängt, Christchindli-

Die Bäumli müend gwüss bsorget si,

Das Hät na Ziit es Stündli.

Ich möcht jetz ämel na in Rueh

Min z Abig fertig chäue-

Und wänn es Tässli gfellig wär,

So würds mi hezli freue!“

 

sChristchindli lachet: „nu so dänn,

Da bini nüd dergäge;

Es bitzli öppis warms tuet guet

Uf mine wite Wäge!

Me cha ja dänn na allerlei

Abrede und usmache,

Was jedes Chind sell übercho

Vo dene schöne Sache.“

 

Si sitzed gmüetli binenand

Im chline Stübli hine

De Vollmond zündt d Laterne a

Und lueget heimli ine;

Er loset lang am Fänsterli

Und uf der Hustürschwelle-

Wänn er nu besser schwätzte chönnt,

Er müesst mers gwüss verzelle.

 

(Rudolf Ziegler)

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Sami nigi nägi

Sami nigi nägi,

hinderem Ofe stecki.

Gib mer Nuss und Bire,

dänn chumi i wieder füre.

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Samichlaus wo chunsch du här (2)

Samichlaus, wo chunsch du här?

Warum isch au din Sack so schwär?

Bisch de ganzi Wald dur gloffe?

Hesch villicht s Christchindli troffe?

S het sicher gseit, s chömm au scho glii.

gäll Chlaus, ich bin e Liebi(e) gsii.

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Ums Samichlaushüüsli

Ums Samichlaushüüsli

liit schuehtief der Schnee.

Viel hungrigi Tierli

händ es Liechtli drin gseh.

Sie chömet scho z’düüsle

bi Tag und bi Nacht,

Mir händ dene Tierli

es Chrüpfli zwägg gmacht.

Die Häsli, die Rehli –

sie wüssets gar guet,

dass mir zwei sie gärn händ

und das tuet ne guet.

Sie lueget eus früntli

und zuetraulich a.

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Was isch säb für es Liechtli

Was isch säb für es Liechtli? Was isch säb für en Schiin?

De Chlaus mit de Latärne lauft grad de Wald dur y.

Sin Esel, de hed glaade, er rüeft, J-a, J-a!

Hüt dörf i mid mim Meischter. Emal is Stedtli ga!

Im Sack, da heds vill Nusse, Tirgel und Zimmedschtärn,

die träg ich, wär’s en Zentner, für d’Chinde eischter gärn!

Aber die tusigs Ruete, die han i ufem Strich

die bruucht min guete Meischter, ja nid emal für mich.

Ich folg ihm gärn uf’s Wörtli, und laufe, was i cha,

die liebe Chind im Stedtli, müend doch au öppis ha!

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Samichlaus wo chunsch du här

Samichlaus, wo chunsch du här?

Siebehundert Stund wiit här!

Samichlaus, isch s’Seckli schwär?

Siebehundert Pfund isch’s schwär!

Samichlaus, mach’s weidli läär!

Denn isch s’Seckli nümme schwär!

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Samichlaus du liebe Maa (3)

Samichlaus du liebe Maa,

ich ha freud jetzt bisch du da.

Ich ha planget mängi Stund,

bis de Samichlaus – Tag chunt.

D‘ Ruete gäll diä bruch ich nöd,

diä nimmsch du grad wieder mit.

De für lasch gueti Sache daa,

Samichlaus du liebe Maa.

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Ich bin än chliinä Pfüderi

Ich bin än chliinä Pfüderi

das sägäd alli Lüüt

ich möcht so gärn än grossä sii

doch streckä,das nützt nüt

gäll Samichlaus, das weisch du scho

chumm glich i üsäs Huus

und läär no vor äm witergoo

dä Sack i’d Stubä us.

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Samichlaus du liebe Maa (2)

Samichlaus, du liebe Maa,

mues ich jetzt go füre staa?

Gäll du bisch nöd bös mit mir,

weisch ich han ächli Angscht vor dir.

Gfolget hani scho nöd immer,

s‘ git no Sach diä sind schlimmer !

Gäll das wämmer jetzt vergässe,

lieber Schnitz und Bire ässe.

Gäll ich dörf jetzt wieder gaa,

Samichlaus du liebe Maa.

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