S Christchindli und de Samichlaus

Es dunklet scho im Tannewald

Und schneielet ganz lisli.

Was ist das für es liechtli det

I säbem chline Hüsli?-

Da ist der Samichlaus deheim

Mit sine guete Sache!

Er hät scho s Lämpeli azündt

Und tuet grad s Kafi mache.

 

Da pöpperlets am Lädeli,

und s Glöggli ghört er lüte!

Jetzt weiss er scho, wer dussen ist

Und was das sell bedüte:

sChristchindli chunt na zabig spat,

Es wirt en welle stupfe,

Er mües de Sack bald füreneh

Und sini Finke lupfe!

 

sChristchindli seit: „Herr Samichlaus,

E schöni ornig händ er!

De Christtag staht ja vor der Tür-

Händ Ihr dänn kei Kaländer?

S brucht Wiehnachtsbäum i jedes Hus,

Für vili hundert Chinde-

Ihr müends im Wald na haue hüt,

De Vollmond sell Eu zünde!“

 

De Samichlaus stellt d Tasse ab:

„Nu nid so gsprängt, Christchindli-

Die Bäumli müend gwüss bsorget si,

Das Hät na Ziit es Stündli.

Ich möcht jetz ämel na in Rueh

Min z Abig fertig chäue-

Und wänn es Tässli gfellig wär,

So würds mi hezli freue!“

 

sChristchindli lachet: „nu so dänn,

Da bini nüd dergäge;

Es bitzli öppis warms tuet guet

Uf mine wite Wäge!

Me cha ja dänn na allerlei

Abrede und usmache,

Was jedes Chind sell übercho

Vo dene schöne Sache.“

 

Si sitzed gmüetli binenand

Im chline Stübli hine

De Vollmond zündt d Laterne a

Und lueget heimli ine;

Er loset lang am Fänsterli

Und uf der Hustürschwelle-

Wänn er nu besser schwätzte chönnt,

Er müesst mers gwüss verzelle.

 

(Rudolf Ziegler)

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